Mehr als nur eine Initiative – die furien sind die Dokumentationsstelle, die dem System fehlt.
Während Betroffene oft jahrelang versuchen, Gehör zu finden, nutzen die furien die Kraft der Bündelung. Wir verstehen uns als Archivarinnen des Unrechts und als Analystinnen der Machtstrukturen.
- Wahrheit als Waffe: Indem die furien jedes Detail der institutionellen Gewalt aufzeigen, entziehen wir den Verantwortlichen die Möglichkeit, sich auf Unwissenheit zu berufen.
- Vom Einzelfall zum Systembruch: Wenn die furien die Erfahrungen zusammenführen, wird aus dem Flüstern ein Donnern. Wir zeigen, dass es ein Muster gibt – ein Muster der Unterdrückung, das systematisch Frauen-, Mütter- und Kinderrechte opfert.
- Gerechtigkeit durch Unnachgiebigkeit: Die Eumeniden entstanden erst, als der Druck der Wahrheit so groß wurde, dass das Recht sich beugen musste. die furien tragen mit deiner Hilfe die Wahrheit so lange hinaus in die Welt, bis das System unter der Last der Beweise einknicken muss.
Transparenz schafft Schutz: Die Furien als Dokumentationsstelle für institutionelle Gewalt
Schweigen ist keine Option mehr und dein Schweigen zu brechen ist kein Akt der Rache, sondern ein Akt der höchsten moralischen Notwendigkeit. Wer institutionelle Gewalt erfährt und sie benennt, kämpft nicht nur für das eigene Recht, sondern für das Überleben des Rechtsstaates an sich.
Wir schauen nicht länger dabei zu, dass Akten geschlossen werden, während Frauen- und Kinderseelen zerbrechen. die furien sammeln und dokumentieren. Wir klagen an. Wir machen sichtbar. Institutionelle Gewalt gedeiht im Verborgenen. Um das Schweigen zu brechen, führen wir eine systematische Dokumentation über Verfahrensabläufe an Familiengerichten. Wir erfassen die Entscheidungen und Handlungsmuster von Akteur:innen – seien es Richter:innen, Sozialarbeiter:innen oder Gutachter:innen –, die den Schutz von Opfern physischer, psychischer und institutioneller Gewalt nicht sicherstellen oder die bestehende Gewaltdynamiken durch ihr Handeln ignorieren.
Ziel ist es, Verantwortlichkeiten dort sichtbar zu machen, wo das System versagt. Wer institutionelle Gewalt durch Wegsehen oder aktive Förderung akzeptiert, darf sich nicht länger hinter der Anonymität des Amtes verstecken können. Wir nutzen Daten zur strukturellen Aufklärung und als Basis für künftige Reformforderungen. Die Furien fordern eine Justiz, in der nicht das Opfer die Scham trägt, sondern in der die Verantwortungslosigkeit von Akteur:innen ans Licht gebracht wird.
Die Zeit der geschlossenen Systeme ist jetzt vorbei. Die Furien dokumentieren so lange, bis aus der offensichtlichen Kenntnis konsequentes Handeln folgt und Schutzbefohlene tatsächlich den Schutz erfahren, der ihnen zusteht. Bis aus der offensichtlichen Kenntnis endlich konsequentes Handeln folgt und jene nicht mehr geschützt werden, die Opfern von (körperlicher wie psychischer) Gewalt, Missbrauch und Manipulation keinen Schutz bieten. Denn auch im Fall institutioneller Gewalt gegen Frauen und Kinder muss die Scham die Seite wechseln, und wer institutionelle Gewalt akzeptiert oder gar fördert, anstatt dagegen aufzustehen, wird Verantwortung übernehmen müssen.
Wahrheit existiert – Die Furien werden dafür sorgen, dass sie gehört wird. Denn Gerechtigkeit ist kein Almosen des Staates, sondern ein unumstößliches Recht, das Betroffene sich gemeinsam zurückholen werden.
Warum „Furien“ – der Mythos als Programm
Die Rückkehr der Unbestechlichen.
In der antiken Mythologie waren die Furien (Erinnyen) die Schützerinnen der natürlichen Ordnung. Sie waren die „Wächterinnen des Rechts“, die immer dann erschienen, wenn Verbrechen geschah, das von den menschlichen Institutionen ignoriert oder gedeckt wurde. Sie waren unbestechlich, unermüdlich und kannten kein Vergessen. In der populärkulturellen Wahrnehmung hat die „Furie“ heute jedoch ein schlechtes Image: Sie gilt als Inbegriff der unkontrollierten, weiblichen Raserei. Doch ein Blick in die antiken Quellen – von Hesiod bis Aischylos – offenbart ein völlig anderes Bild. Die Furien waren keine hysterischen Wesen, sondern unbestechliche Exekutivorgane.
die furien haben diesen Namen gewählt, weil er unsere Mission widerspiegelt:
- Unbestechlichkeit: Wir sind finanziell und politisch unabhängig.
- Hartnäckigkeit: Wir lassen nicht locker, bis die Muster des Versagens lückenlos dokumentiert sind.
- Wiederherstellung der Ordnung: Wir kämpfen für einen Rechtsstaat, in dem der Schutz vor Gewalt (z. B. Istanbul-Konvention) und das echte Kindeswohl nicht nur hohle Phrasen sind, sondern die Grundlage jeder Entscheidung.
Das „Long Game“ – Der lange Atem der Gerechtigkeit
Sie setzen auf deine Erschöpfung. Wir setzen auf unsere Ausdauer.
Das System profitiert davon, dass jede Frau glaubt, sie kämpfe allein in ihrem ganz persönlichen „unglücklichen Einzelfall“. Studienergebnisse (u. a. Hammer, 2024) zeigen: Dem ist nicht so, und die furien beenden die Isolation der Betroffenen durch systemische Datenerfassung.
Das System der institutionellen Gewalt ist nicht über Nacht entstanden. Es ist ein tief verwurzeltes Geflecht aus veralteten Rollenbildern, bürokratischer Trägheit und mangelnder Kontrolle. Ein solches Bollwerk bringt man nicht mit einem einzigen Schlag zu Fall. Es braucht den steten Tropfen, der den Stein höhlt.
Ja, dieser Weg mag sich lang anfühlen. Es wird Momente geben, in denen der Widerstand der Institutionen unüberwindbar scheint. Aber eines ist sicher: Die Wahrheit lässt sich nicht unendlich lange unterdrücken, wenn sie erst einmal dokumentiert ist.
Jede Meldung, die du heute machst, ist ein Riss in der Mauer des Schweigens. Am Anfang sind diese Risse winzig. Doch mit jedem Fall, den wir dokumentieren, mit allen Gutachter:innen, die wir entlarven, und mit jeder Statistik, die wir den Ministerien auf den Tisch legen, wird das Fundament dieses Unrechts poröser.
Wir bauen kein Kartenhaus – wir schmieden eine Kette.
Es mag Monate bis Jahre dauern, bis die ersten Dossiers vorgelegt werden und ihre Wirkung entfalten können. Es mag Jahrzehnte dauern, bis Gesetze grundlegend reformiert werden. Aber der Tag wird kommen, an dem die Beweislast so erdrückend ist, dass das System unter dem Gewicht seiner eigenen Versäumnisse zusammenbricht.
Wenn wir schließlich am Ziel sind – wenn Frauen- und Kinderrechte bedingungslos geschützt und Gewaltopfer endlich gehört werden – dann wirst du wissen: Ich war dabei. Ich habe meine Stimme gegeben, als sie am dringendsten gebraucht wurde.
Hab Geduld mit dem Prozess, aber bleib unerbittlich in der Sache. Wir gehen diesen Weg gemeinsam, bis das Unrecht keine Deckung mehr findet.
Das Ende des Schweigens ist erst der Anfang der Veränderung.
- Weg von der Betroffenenrolle: Wir sehen dich nicht als Opfer, sondern als wertvolle Zeugin systemischen Versagens. Deine Information ist der Treibstoff für politische Veränderung.
- Fokus auf die Akteur:innen: Richter:innen, Gutachter:innen und Ämter agieren oft im Schutz der Anonymität des geschlossenen Verfahrens. Wir dokumentieren ihre Entscheidungen und Methoden, um Verantwortlichkeiten herbeizuführen.
- Völkerrechtliche Hebel: Wir nutzen nationale Berichte nicht nur für lokale Behörden, sondern bereiten sie gezielt für internationale Monitoring-Gremien (wie GREVIO oder UN-Sonderberichterstatter) auf. die furien zeigen der Welt, wo die staatliche Schutzpflicht versagt.
Unsere Prinzipien
- Absoluter Quellenschutz: Deine Sicherheit steht an erster Stelle. Wir arbeiten nach dem Prinzip der minimalen Datenerhebung.
- Sachlichkeit & Präzision: Unsere Berichte stützen sich auf juristische Fakten und völkerrechtliche Standards. Wir lassen uns nicht durch Ideologien leiten, sondern durch geltendes Recht.
- Radikale Unabhängigkeit: Wir nehmen keine Gelder an, die unsere kritische Stimme schwächen könnten. Wir sind ausschließlich den betroffenen Kindern und ihren schutzberechtigten Müttern verpflichtet.
Werde Teil der Bewegung
die furien sind so stark wie die Daten, die wir sammeln. Jeder gemeldete Fall schwächt die Mauer des Schweigens. Wir laden dich ein, deine Erfahrung in eine Kraft zu verwandeln, die das System erzittern lässt.
Die Personen hinter die furien

Redakteurin & Herausgeberin: Claudia Sternat, MA, Autorin und Lektorin beim Textariat
Die Initiative die furien basiert auf dem Prinzip der solidarischen Anonymität. Da viele Mütter und Kinder in laufenden Verfahren massiven Einschüchterungen ausgesetzt sind, übernehme ich als Projektleitung die öffentliche Verantwortung. Ich stelle mich bewusst als Schutzschild vor jene, deren Geschichten die furien dokumentieren.
Das Team der furien besteht aus einem gewachsenen Netzwerk von Betroffenen, die im engen Austausch mit mir stehen. Sie unterstützen das Projekt mit ihrer Fachexpertise und ihrem Erfahrungswissen im Rahmen ihrer individuellen Kapazitäten. Gemeinsam bilden wir eine Allianz, die individuelle Schicksale in strukturelle Beweislast verwandelt – immer mit dem Ziel, die Sicherheit der Einzelnen zu wahren und gleichzeitig den notwendigen Wandel einzufordern.
Sollte diese Initiative zunächst „nur“ bewirken, dass die Erfahrungen betroffener Frauen und Kinder gesammelt, dokumentiert und analysiert werden, so ist dies ein erster, unumgänglicher Schritt. Zeigt die Arbeit der furien jedoch auch nur einer einzigen Frau, dass sie nicht allein ist, und bietet ihr darüber hinaus die Möglichkeit der Vernetzung, dann sind wir unserem Ziel bereits ein großes Stück nähergekommen: die furien sollen das Echo derer sein, die bisher ungehört blieben.
