die furien

Länderübergreifende Dokumentationsstelle für institutionelle, strukturelle und indirekte Gewalt an Frauen* und Kindern

Dein Fall wird zur Statistik. Die Statistik wird zum Hebel.

die furien sind das Sprachrohr für jene, die in einem System verstummt sind, das sie eigentlich schützen sollte. Diese Plattform und unser Instagram-Auftritt @diefurien ist die Antwort auf eine weitreichende Krise in der europäischen und weltweiten Familiengerichtsbarkeit und den angrenzenden Institutionen. Wir machen institutionelle Gewalt gegen Frauen und Kinder sichtbar und geben Betroffenen ihre Stimme zurück.

Akteur:innen zur Verantwortung ziehen: Schluss mit der Immunität

die furien bieten die Stelle, die Akteur:innen institutioneller Gewalt und ihr Handeln einer systematischen Bewertung unterzieht. Indem du die Akteur:innen deines Falls bei uns meldest, hilfst du uns, strukturelle Häufungen sichtbar zu machen und Verantwortlichkeiten dort zu benennen, wo sie bisher verschleiert wurden. Wir erfassen, wer den Schutz von Frauen und Kindern systematisch untergräbt, und führen diese Daten zusammen, um die institutionelle Immunität durch Fakten zu durchbrechen. Deine Meldung ist der erste Schritt zur längst überfälligen Transparenz.

Die Problemlage – Warum es uns gibt

Seit Jahren erzählen Frauen von ihren Erfahrungen mit institutioneller Gewalt in Foren, Selbsthilfegruppen und sozialen Netzwerken. Doch während das Leid sichtbar(er) wird, bleibt das System unangreifbar. Einzelne Beschwerden werden als „subjektive Unzufriedenheit“ abgetan, schwere Verfahrensfehler als „Einzelfälle“ deklariert.

Diese Isolation der Schicksale ist der Schutzschild der Verantwortlichen. Wir brechen diesen Schild. die furien sammeln keine Geschichten zur bloßen Sichtbarkeit. Wir sammeln Daten zur strategischen Intervention. Wir führen zusammen, was bisher getrennt war: Namen, Orte, Urteile und Gutachten. Damit aus deinem Schmerz eine belegbare Systemkritik wird, der sich Ministerien und internationale Gremien nicht mehr entziehen können.

Über uns

die furien sind keine klassische Beratungsstelle und kein gewöhnlicher Verein. Wir sind eine unabhängige, strategische Dokumentationsstelle. Wir sind entstanden aus der Notwendigkeit heraus, dem organisierten Versagen in Familiengerichtsverfahren eine organisierte Antwort entgegenzusetzen.

Die Stimme der Gerechtigkeit

Wir sind Furien! Wir stehen gemeinsam auf für Gerechtigkeit – für uns selbst und für unsere Kinder! Werde laut und nutze dieses Sprachrohr – gemeinsam werden wir Schritt für Schritt Bewegung in das System bringen.

die furien arbeiten als Dokumentationsstelle. Sofern du dazu bereit bist, deine Erfahrungen mit institutioneller, struktureller und/oder indirekter Gewalt zu teilen, fülle unser vorbereitetes Meldeformular aus. Das Formular ist so konzipiert, dass es die für eine wissenschaftliche und rechtliche Auswertung notwendigen Daten präzise abfragt, während es gleichzeitig die Betroffenen schützt. Daten werden nicht gesammelt, um jemanden an den Pranger zu stellen, sondern um Muster zu belegen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich meinen echten Namen angeben?

Nein. Das ist das Kernprinzip der furien. Wir benötigen keine Klarnamen der Betroffenen, um systemische Fehler zu analysieren. Uns interessieren ausschließlich die handelnden Akteur:innen (Gerichte, Jugendämter, Richter:innen, Gutachter:innen, Verfahrensbeistände etc.).

Was passiert mit den Namen der Akteur:innen?

Diese Namen werden in unsere interne, geschützte Datenbank aufgenommen. Sie dienen der Identifikation von Mustern und Wiederholungstäter:innen. Wir veröffentlichen diese Namen nicht. Sie fließen ausschließlich in die (anonymisierten) Erfahrungsberichte ein, die wir an Kontrollinstanzen wie das Justizministerium oder die Volksanwaltschaft senden.

Können das Gericht oder mein Ex-Partner erfahren, dass ich hier gemeldet habe?

Nein. Durch den Verzicht auf Identifikationsmerkmale und die Nutzung verschlüsselter Übertragungstechnologien gibt es keine Verbindung zwischen deiner Meldung und deiner Person in unserem System. Was wir nicht besitzen, kann nicht herausgegeben werden.

Was bringt meine Meldung, wenn mein Fall schon abgeschlossen ist?

Gerade abgeschlossene Fälle sind wertvoll. Sie dokumentieren das Endergebnis eines Systemfehlers. Um Wiederholungstäter:innen (z. B. Gutachter:innen, die seit Jahrzehnten fragwürdige Methoden nutzen) zu entlarven, brauchen wir Daten aus der Vergangenheit und der Gegenwart.

Keine Denunziation, sondern systematische Aufklärung

Diese Initiative dient nicht dazu, Einzelpersonen zu diskreditieren oder persönliche Rachefeldzüge zu führen. Unser Ziel ist die fundierte Dokumentation eines systemischen Versagens, das bereits anhand zahlreicher Studien belegt ist (siehe dazu Verweise und aktuelle Befunde institutioneller Gewalt gegen Frauen und Kinder). die furien sammeln Berichte über reale Verhältnisse und konkrete Verfahrensabläufe, um die Muster sichtbar zu machen, durch die Frauen und Kindern der ihnen zustehende Schutz systematisch entzogen wird. In einem Umfeld, in dem die intensive Einflussnahme der Väterlobby vielerorts dazu geführt hat, dass das Recht auf Unversehrtheit hinter ideologische Forderungen zurücktreten muss, schaffen wir eine Faktenbasis. Wir dokumentieren, um zu beweisen, dass institutionelle Gewalt kein Einzelschicksal ist, sondern eine strukturelle Fehlentwicklung, die aufgezeigt und beendet werden muss, damit Mütter und Kinder ihre geraubte Sicherheit zurückerhalten

Du bist hier richtig, wenn …

… deine Hinweise auf Gewalt im Sorge- oder Umgangsrechtsverfahren ignoriert wurden.

… dir unbewiesene Theorien wie „PAS“ oder „Bindungsintoleranz“ unterstellt wurden.

… Gutachten offensichtliche Mängel aufweisen, aber dennoch als Entscheidungsgrundlage dienen.

… du Teil einer Statistik werden willst, die das System wirklich verändert.


Du bist dir nicht sicher, ob du hier richtig bist? Mach den Selbsttest oder schmökere in unserem Wörterbuch der institutionellen, strukturellen und indirekten Gewalt.


*Genderfokus und Sprachgebrauch: die furien orientieren sich in ihrer Ausrichtung und Terminologie konsequent an den völkerrechtlichen Leitlinien der Istanbul-Konvention, die Gewalt gegen Frauen als Ausdruck historisch gewachsener ungleicher Machtverhältnisse und als Form der geschlechtsspezifischen Diskriminierung anerkennt. Da statistisch und systemisch belegbar Frauen in überwältigendem Maße von Coercive Control und institutioneller Täter-Opfer-Umkehr (wie der PAS-Ideologie) betroffen sind, adressieren wir diese Zielgruppe explizit, um die spezifischen Dynamiken struktureller Benachteiligung von Müttern sichtbar zu machen.Dieser Fokus dient der notwendigen Präzision in der Analyse patriarchaler Machtstrukturen innerhalb der Familiengerichtsbarkeit und stellt keine Diskriminierung dar, sondern eine sachlich begründete Schwerpunktsetzung im Sinne der völkerrechtlichen Dokumentationspflicht. Gleichwohl steht unser Meldeformular auch Männern offen, die sich als Opfer institutioneller Gewalt oder systemischer Fehlentscheidungen identifizieren; ihre Berichte werden mit derselben Sorgfalt und Vertraulichkeit in unsere Datenauswertung einbezogen, um ein lückenloses Bild des staatlichen Schutzversagens zu zeichnen.