FAQ

Sicherheit & Anonymität

  • Muss ich meinen echten Namen angeben?

Nein. Das ist das Kernprinzip dieser Initiative. Wir benötigen keine Klarnamen der Betroffenen, um systemische Fehler zu analysieren. Uns interessieren die handelnden Akteur:innen (Richter:innen, Gutachter:innen etc.). Falls du uns eine E-Mail-Adresse für Rückfragen hinterlässt, empfehlen wir die Nutzung eines anonymen Anbieters (z. B. Proton Mail).

  • Was passiert mit den Namen der Richter:innen und Gutachter:innen?

Diese Namen werden in unsere interne, geschützte Datenbank aufgenommen. Sie dienen der Identifikation von Mustern und Wiederholungstäter:innen. Wir veröffentlichen diese Namen nicht auf der Webseite. Sie fließen ausschließlich in die (anonymisierten) Berichte ein, die wir nach Beendigung unserer Arbeit an Kontrollinstanzen wie Frauen- und Justizministerien oder die Volksanwaltschaft, die CEDAW, GREVIO, lokale Frauenberatungsstellen, öffentlich-rechtliche Medienanstalten u. Ä. senden.

  • Können das Gericht oder mein Ex-Partner erfahren, dass ich hier gemeldet habe?

Nein. Durch den Verzicht auf Identifikationsmerkmale und die Nutzung verschlüsselter Übertragungstechnologien gibt es keine Verbindung zwischen deiner Meldung und deiner Person in unserem System. Was wir nicht besitzen, kann nicht herausgegeben werden.


Wirksamkeit & Nutzen

  • Kann mir die furien in meinem laufenden Verfahren helfen?

Wir bieten keine individuelle Rechtsberatung an und können nicht aktiv in laufende Verfahren eingreifen. Unsere Arbeit ist auf der strukturellen Ebene angesiedelt. Deine Meldung hilft dabei, den Druck auf das gesamte System zu erhöhen, damit solche Fehler in Zukunft nicht mehr möglich sind. Sollten die von dir genannten Akteur:innen auffällig oft genannt werden, bieten wir eine geschützte Vernetzung Betroffener an (das Einverständnis hierfür kannst du über das Meldeformular erteilen).

  • Was bringt meine Meldung, wenn mein Fall schon abgeschlossen ist?

Gerade abgeschlossene Fälle sind wertvoll. Sie dokumentieren das Endergebnis eines Systemfehlers. Um Wiederholungstäter:innen (z. B. Gutachter:innen, die seit Jahrzehnten fragwürdige Methoden nutzen) zu entlarven, brauchen wir Daten aus der Vergangenheit und der Gegenwart.

  • An wen werden die Berichte konkret geschickt?

Wir bereiten die Daten für nationale Kontrollinstanzen (Volksanwaltschaft, Justiz- und Frauenministerien), für internationale Gremien (GREVIO/Europarat zur Überprüfung der Istanbul-Konvention, UN-Sonderberichterstatter, CEDAW) sowie für facheinschlägige und lokale Frauenberatungsstellen auf.


Technische Details

  • Warum brauche ich ein (anonymisiertes) Aktenzeichen?

Das Aktenzeichen dient der Validierung. Es zeigt den Behörden, dass hinter der Statistik reale, aktenkundige Verfahren stehen. Indem du die laufende Nummer durch Punkte ersetzt (z. B. 12 F … / 23), bleibt der Fall verifizierbar, ohne dass deine Identität offenliegt.

  • Ist die Übertragung sicher?

Ja, wenn du dich an unseren Hinweisen zur Übermittlung orientierst.

  • Muss ich das Formular per Mail senden/benötige ich eine Mailadresse?

Nein. Bitte sende uns das Meldeformular einfach über einen sicheren und verschlüsselten Übermittlungsdienst wie SwissTransfer.